Projekt Informationen
REMOTE ist ein europäisches Forschungsprojekt, das sich mit den Bedürfnissen älterer und physisch eingeschränkter Personen beschäftigt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Menschen, die in geographischer oder sozialer Isolation leben und deren Unabhängigkeit durch chronische Krankheiten bedroht ist oder deren Lebensstil Risikofaktoren birgt. Das Projekt sorgt mit dem Einsatz von AmI (Ambient intelligence = Umgebungsintelligenz) und telemedizinischer Überwachung für die notwendige Unterstützung, um ein unabhängiges Leben zu Hause zu ermöglichen. Die häusliche Umgebung einer älteren Person wird mit verschiedenen Arten von Überwachungs- und Haustechniksystemen ausgerüstet, um Aktivitäten und den Gesundheitszustand festzustellen und um Risiken und kritische Situationen zu entdecken. Zu diesem Zweck wird das Projekt Scale-ups von bereits existierenden Forschungsprototypen und neuen Systemen zum Sammeln von personenbezogenen und Umgebungsdaten nutzen. Dies schließt auch Sensoren und Aktoren ein, die am Körper einer Person angebracht werden sowie Sensoren im Haus oder in Fahrzeugen. Da eine immer größer werdende Anzahl von älteren Personen sowohl in urbanen als auch ländlichen Regionen selbständig lebt, kann eine Überwachung der Aktivitäten und medizinischen Daten zu jeder Zeit und von überall aus die Kluft zwischen ländlichen und urbanen Regionen schließen und dadurch Sicherheit sowie eine höhere Qualität der Pflege gewährleisten.
REMOTE erreicht dieses Ziel durch die Einführung einer innovativen,
ontologiegesteuerten offenen Referenzarchitektur und Plattform, die
Interoperabilität, nahtlose Konnektivität und der Austausch von
Inhalten zwischen den verschiedenen Diensten ermöglicht.
Das Projekt legt großen Wert auf die ständige Einbeziehung ihrer
potentiellen Endnutzer und die Messbarkeit der Benutzerfreundlichkeit,
Auswirkung und Akzeptanz der Entwicklungen des Projekts durch ältere
Menschen. Dabei unterstützt die hier verwendete Projektstruktur als
Konsortium. Es findet eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschungs- und
Entwicklungsinstituten, kompetente kleine und mittlere Unternehmen aus dem Bereich der
Telemedizin und AmI, Großunternehmen, Anwenderorganisationen und
Universitäten statt.
Die primären Endnutzer von REMOTE sind ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen und Menschen mit Körperbehinderung, besonders solche, die in ländlichen oder abgeschiedenen Regionen leben. Für sie will das Projekt eine kontrollierte häusliche Mehrbenutzerumgebung schaffen. Die Anwendungen und Dienste sind seniorenorientiert und fördern die Gesundheitsbewußtsein der älteren Menschen, ihre soziale Interaktion sowie die Erhaltung der eigenen motorischen Beweglichkeit. Dies dient dazu, Annehmlichkeit, Sicherheit und Geborgenheit zu bieten, die benötigt werden, um den Kontakt zu Familie und Freunden zu halten, um auszugehen oder zu verreisen.
Das Gesundheitspersonal ist die zweite Gruppe von Nutzern von REMOTE. Es werden Werkzeuge zur kontinuierlichen Überwachung der Situation einer Person (Echtzeitdaten und die Datensätze einer Person, ihre Aktivitäten und Änderungen in der Umgebung) sowie die Krankengeschichte zur Verfügung gestellt. Die Module beinhalten Werkzeuge zur Entscheidungshilfe, welche das Gesundheitspersonal in die Lage versetzt, Patientendaten zu überarbeiten sowie personalisierte Pflegepläne und tägliche Rückmeldungen an die Patienten zu erzeugen. Alle diese Module werden webbasiert sein, damit man jederzeit und von überall darauf zugreifen kann.
Die dritte Gruppe von Endnutzern sind Angehörige der Kranken- und Pflegeversicherungen. Sie werden von den Applikationen und Dienstleistungen profitieren, die die Entwicklung und Integration neuer Dienstleistungen und Ausgabeplattformen fördert. Diese werden ihren Anforderungen nach Kostenreduzierung, Interoperabilität und Standardisierung neuer Dienstleistungen gerecht.














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